Go South Cup in Bernried - Dummytrial   

Richter: Bobby Robertson, Ronnie Farrelly

So ein Dummytrial ist eine ganz schön spannende Sache und man braucht eine große Portion Glück um heil durchzukommen.
Wir waren sehr nervös und ich merkte bald, dass so ein aufregender Trial, bei dem so viel Unterschiedliches und Unerwartetes und dann auch noch an verschiedenen Stellen passiert, schon eine andere Herausforderung für Hund und Führer gegenüber einem Workingtest ist.

  • Novice   

    Doch Dash hat unter diesen feucht-schwülen Bedingungen in den ungemähten Wiesen durchgängig hochkonzentriert gerackert. Er konnte sich sogar im Laufe des Trials immer weiter steigern und arbeitete immer sicherer und exakter. Wir durften bis zum Run-off im Wettbewerb bleiben. Ich mit weichen Knien und Dash mit lange hängender Zunge. Auch in diesem abschließenden Drive konnte Dash abermals finden, wo das Team vorher aufgeben musste - sein viertes Eye-wipe! Seine Leistung krönte Dash mit dem letzten Retrieve, mit einer tadellosen Punktlandung bei einem schwierigen Memorymark. Es war einfach schön zu zusehen, wie Dash sicher und zielstrebig über mehrere Geländeübergänge und vorbei an kurz vorher abgearbeiteten Suchengebieten zum Fallbereich des Dummys sprintete. Das war zu Beginn des Drives auf der anderen Seite eines Baches verdeckt hinter eine Baumreihe in eine ungemähte Wiese gefallen. Dieser Teufelskerl hatte das Dummy noch genau auf dem Schirm und pickte im hohen Gras punktgenau - Hammer! Ich würde sagen A+++++. Mein Dash😍 mein Held!

    1. Platz excellent

  • Open

    Zweiter Tag Sonntag: Jetzt hatten wir den Salat: Wir mussten in der Open starten.

    Na gut - kneifen gilt nicht, treten wir eben an und fallen in der ersten Runde raus. Den Rest des Trials werden wir begleiten und können dabei noch jede Menge beim Zuschauen lernen - so war der Plan.

    Doch Dash überstand nicht nur die erste Runde sondern auch noch die zweite - und so waren wir mitten in der dritten Runde. Doch nun war Dash - ja noch nicht einmal 3 Jahre alt - mental überfordert. So viele Treiben beobachtet, so viele Eindrücke verarbeitet, so viel Spannung neutralisiert, so viele Dummys gemerkt, so hart in der Hitze gearbeitet, ... jetzt war es aus: Aus zwei parallelen Treiben waren fünf Dummys gefallen. Zwei waren schon gearbeitet, das Dritte war für Dash - der hatte aber völlig die Orientierung verloren, suchte an der falschen Stelle und war zu konfus, um sich von mir vernünftig helfen zu lassen. Wir erzielten aber immerhin das Prädikat "good" - wer hätte das gedacht: Open Trial mit

    good

  • Die glücklichen Platzierten
  • Ich bin sehr zufrieden wie Dash die beiden Trials gearbeitet hat. Er blieb bei all den vielfältigen und aufregenden Geschehnissen ruhig und konzentriert, obwohl er unbedingt alles mitbekommen wollte  - und es war wirklich jede Menge geboten. Er hat tolle Suchen gezeigt . Er fand das richtige Maß zwischen Selbstständigkeit und Lenkbarkeit. Der Schwierigkeitsgrad der Retrieves war nicht unser Problem -  das, was Dash als unerfahrenen Hund forderte und schließlich überforderte, war die gewaltige Menge an neuen Eindrücken.

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Schaut doch mal auf  www.go-south-cup.de. Dort gibt es viele Bilder und auch Videos. Auf diesem hier sieht man uns beide am Anfang in der Line stehen (leider nicht arbeiten - wir mussten seeeeehr lange warten ehe wir dran waren) und ziemlich am Ende auch Dash im Run-off, wie er aus einer Hecke vor dem Bach ein Dummy holt.

 

Gruppenfoto - mehr Helfer als Starter - man kann erahnen, wie aufwendig die Organisatoren Andreas und Günther den Ablauf gestaltet haben.