Stormy Weather 2017
Dabei wollten wir heuer nur erstmal Erfahrung in der Offenen Klasse sammeln.
Doch dieser Bursche hat´s einfach drauf. Er läuft seine Linings sicher, lässt sich vertrauensvoll handeln und hat mittlerweile auch irgendwie ein Gespür dafür entwickelt, wo das Dummy liegt. Die Markierungen waren bei diesem Workingtest allerdings nicht so perfekt wie gewohnt. Dafür löste Dash die Wasseraufgabe herausragend: die mit Abstand beste Wasserarbeit. Wie schon am Spessart Cup läuft Dash bei einer kniffligen Aufgabe, die andere Teams verzweifeln lässt, zur Hochform auf. Eben mein Daredevil. Da waren wieder einmal ein paar Freudentränen fällig.
„Karin, macht euch schon mal warm. Ihr seid im Stechen.“ Ja sowas! Im Stechen war im Wald ein Blind zu arbeiten. Dash musste zuerst eine Senke mit hohem Gras durchlaufen, war dabei bald nicht mehr zu sehen und dann hieß es Hoffen, dass Dash die Linie hält und die Senke rechtzeitig verlässt, um den Hang hoch zum Dummy hochzulaufen. Das klappte mit nur einer Korrektur wunderbar und besser als bei den anderen Hunden. Doch oben auf der Kuppe im Bereich des Dummys musste ihn irgendetwas irritiert haben, so dass er das Dummy nicht sofort aufnahm.
Aufgabe 2

Die Aufgabe wurde im 2er-Team gearbeitet.
– anschließend gab es rechts ebenfalls ein kleines Treiben, aus dem eine Markierung nach hinten geworfen wurde
– das rechts stehende Team arbeitete die Markierung
– das links stehende Team holte ein Blind links vom linken Treiben im Bereich einer umgestürzten Baumwurzel
– Platztausch und nochmal
Aufgabe 5

Aufgabe 3

Auf dem Weg zur Markierung nahm Dash unvermittelt im Bereich des Helfers die Nase runter und begann eifrig zu suchen. Für mich unerklärlich. Das hatte ich so nicht auf dem Plan und habe einfach gepennt und ihn viel zu spät über diese Stelle geholfen. Einmal „Back“ geschickt und er wusste genau, wo das Dummy lag. Ein Teilnehmer berichtete mir, dass dort später ein anderer Hund einen Ball gefunden hätte – den hatte wohl auch Dash in die Nase bekommen. 16 Punkte
Aufgabe 4

2er-Walk-Up durch die Heidelbeeren. Bild nicht original von der Aufgabe, aber vom Gelände. Aufgabenbeschreibung lautete: „Walk Up – bitte alles markieren.“
Links und rechts liefen je zwei Helfer. Links hinten flogen im Laufe des Walk-Ups zwei kurze Marks, die nicht gearbeitet wurden.Zu holen waren:
– rechts ein Mark vom rechts laufenden Team
– links ein Mark vom links laufenden Team
– links ein Mark vom rechts laufenden Team
– rechts ein Mark vom links laufenden Team
(alles Einzelmarks)
Aufgabe 1

Zwei beschossene Blinds diagonal über Wasser. Zuerst wurde B1 beschossen, dann B2. In dieser Reihenfolge sollten die Dummies auch geholt werden. Auf dem Weg zu B2 mussten die Hunde durch einen kleinen „Kanal“ in das dahinter liegende Gewässer.
Man hatte am Ufer einen seitlichen Bewegungsspielraum von ca. 2 m. Nach vorne Richtung Wasser gab es keine Grenze. 😉
Ich schicke Dash schräg auf das erste Blind. Ohje, Dash ist zu schräg im Wasser unterwegs – also schon beim ersten Blind handeln? Ich weiß nicht wieso, aber im letzten Drittel des Weges schlägt Dash eine Kurve nach rechts, kommt genau an der gewünschten Stelle ans Ufer und ehe ich den Suchenpfiff geben kann, ist er schon mit dem Dummy aus dem Gebüsch und auf dem Rückweg. Das hat ja schon mal schön geklappt!
Nun das Blind hinter dem Kanal. Die Linie, die Dash hält, ist super. Doch dann droht er das gegenüberliegende Ufer anzusteuern. Also laaaaanger Stopppfiff und „Schräg-Back“. Hat er schön angenommen und ist im Kanal. Dort steigt er dann aber doch rechts hinter der Birke aus. Ich lasse ihn, um ihn an Land zu stoppen. Dort ein Links. Dash geht brav wieder ins Wasser. Hoffentlich wechselt er jetzt nicht auf die linke Seite des Kanals zu den alten Fallstellen. Doch er ist gut mittig im Kanal unterwegs. Jetzt muss er „nur“ noch dort im hinteren Teich die Linie halten und weiter schwimmen. „Voran“ – und er steuert genau auf den als Suchenbereich bezeichneten toten Baum im Gewässer zu und hat sofort im Schilf gefunden!!! Spitze! Ist das ein geiles Gefühl, wenn der Hund so vertraut und so schön mitarbeitet und wir dann beide eine solche Herausforderung derartig meistern können.